Bürgerschaftliches Engagement
05.07.2011
"Die Begeisterung ist beeindruckend"
Harald Koch gab Newsletter der Initiative für Bürgerengagemt ein Interview
zum Newsletter
01.06.2011
Deutscher Bürgerpreis - Interview mit Harald Koch
Harald Koch ist nationaler Partner der Initiative "für mich. für uns. für alle" und Mitglied des Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement" des Deutschen Bundestages.
"Bürgerschaftliches Engagement sorgt für eine lebendige bunte Zivilgesellschaft und ist gelebte Solidarität. Man tut etwas für sich, für sein alltägliches Umfeld und damit im Endeffekt "für alle", man möchte gemeinsam etwas bewegen. Dadurch werden demokratische, soziale Teilhabe, Verantwortungsübernahme, Selbst- und Mitbestimmung gestärkt. Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiges soziales Plus, das breiter Anerkennung bedarf. zum Interview
Freiwilliges bürgerschaftliches Engagement braucht eine weitere Demokratisierung der Gesellschaft. Mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung, weg von der Zuschauerdemokratie hin zu einer Kultur der Beteiligung und des Dialogs sind Forderungen der Fraktion DIE LINKE., die auch dem gestiegenen Engagement und dem wachsenden Kompetenzbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen. Nur in diesem Kontext wird sich auch eine wirkliche Freiwilligen-Kultur entwickeln. DIE LINKE. wird sich deshalb auch weiter dafür einsetzen, dass Volksbegehren und Volksentscheide auf der Bundesebene eingeführt, das Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt sowie ein Wahlrecht für alle in Deutschland lebenden Menschen, eingeführt wird. Wir wollen darüber hinaus die Mitbestimmungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen stärken.
Freiwilliges Bürgerschaftliches Engagement darf nicht als Lückenbüßer für einen Abbau des Sozialstaates benutzt und nicht eine Sache derer werden, die sich Engagement leisten können. DIE LINKE. fordert deshalb die Einführung eines Mindestlohns und für Bürgerinnen und Bürger in besonderen Lebenslagen - wie Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Alleinerziehende, Behinderte und Senioren - die Schaffung von diesen Lebenslagen angemessenen Bedingungen. Eine wesentliche Maßnahme dafür ist die Einführung einer sozialen Grundsicherung und der Ausbau der Informations- und Beteiligungsrechte für diese Gruppen sowie die Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement bei der Bewerbung um Lehrstellen und Arbeitsplätzen.
Bürgerschaftliches Engagement ist in erster Linie eine Bereicherung unseres Lebens um viele Facetten und Qualitäten, die von jemand anders als von der Gesellschaft gar nicht erbracht werden können. Es ist nicht Ersatz für Leistungen, die die Kommunen nicht mehr erbringen können oder/und wollen.
Bürgerschaftliches Engagement benötigt eine entsprechende materielle, finanzielle und soziale kommunale Infrastruktur. DIE LINKE. tritt für eine umfassende Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vor allem deshalb ein, weil sich darin im besonderen Willen und Fähigkeit der Einwohnerinnen und Einwohner widerspiegeln, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, bürgerschaftliches Engagement
- von den jetzigen rechtlichen, bürokratischen und finanziellen Hürden zu befreien und ausreichende rechtliche, finanzielle und versicherungstechnische Rahmenbedingungen zu schaffen;
- über Partnerschaften zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Institutionen und Vereinen zu fördern und für alle gesellschaftlichen Bereiche zugänglich zu machen;
- mit Entscheidungskompetenzen, Finanzen und Infrastruktur auszurüsten;
- zu stärken, indem die Akzeptanz bei Politik und Verwaltung spürbar erhöht wird, was insbesondere auf Bürgerinitiativen sowie auf das Engagement einzelner Einwohnerinnen und Einwohner zutreffen muss;
- über eine sachgerechte und wirksame Anerkennungskultur zu unterstützen.
24.03.2011 - Pressemitteilung
Jugendfreiwilligendienste stärken, statt das Bürokratiemonster
Bundesfreiwilligendienst einzuführen -
Reguläre Arbeitsplätze im sozialen Bereich und schlüssige Jugendpolitik schaffen„Der Bundesfreiwilligendienst ist schon jetzt eine Zangengeburt. Mittelfristig sind die
verschiedenen Dienste ohnehin zusammenzuführen. Das Bürokratiemonster
Bundesfreiwilligendienst schafft unnötige Doppelstrukturen und muss fallen. Stattdessen sind die bestehenden Jugendfreiwilligendienste weiter zu stärken. Sie sind die wahren Erfolgsmodelle und wichtige Lernorte für Demokratie“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Harald Koch (Mansfeld-Südharz), Mitglied im Verteidigungs- und Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement, anlässlich des heute abschließend im Plenum debattierten Gesetzes zur Einführung eines Bundesfrei-willigendienstes, zu dem er für die Fraktion DIE LINKE eine siebenminütige Rede hielt. weiterlesen
31.01.2011
„Bildung! Gleiche Chancen für alle.“ – Deutscher Bürgerpreis sucht zum neunten Mal herausragendes bürgerschaftliches EngagementAb sofort können sich engagierte Menschen, Initiativen, Vereine und Organisationen, die sich für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit stark machen, für Deutschlands größten bundesweiten Ehrenamtspreis bewerben. Mit dem diesjährigen Schwer-punktthema „Bildung! Gleiche Chancen für alle.“ würdigt der Deutsche Bürgerpreis den gesellschaftlichen Beitrag aller, die anderen in ihrer Freizeit anderen helfen, ihre persönlichen Stärken zu erkennen und zu entfalten. Das Engagement in Kitas, Schulen und Hochschulen wird dabei ebenso in den Fokus genommen wie Mentoren- und Lernpatenprogramme, Hausaufgabenhilfevereine, Vorleseinitiativen und Engagement im Bereich der Erwachsenenbildung.
Harald Koch ist Mitglied des Lenkungskreises von „für mich.für uns.für alle“ und unterstützt die Initiative. weiterlesen