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Erinnern, Gedenken und Mahnen

Vor 65 Jahren – am 06. und 09. August 1945 - wurden die ersten Atombomben über den  japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Sie verursachten unfassbares Leid, rissen Familien auf qualvolle Weise auseinander und sorgen bis heute für immense Spätfolgen.


Dennoch scheinen die Verantwortlichen nicht ausreichend daraus gelernt zu haben. Noch immer reichen die weltweit vorhandenen Atomwaffenvorräte aus, um die gesamte Erde gleich vielfach zu zerstören und mit ihr die Menschheit auszulöschen.  Auf diese Gefahren muss weiterhin aufmerksam gemacht werden.
Daher entschloss ich mich, der FRIEDENSGLOCKENGESELLSCHAFT BERLIN e.V. als Fördermitglied beizutreten. Uns führt der Wunsch nach Frieden, die  Ächtung von Atomwaffen und die Ablehnung  bewaffneter Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer, ökonomischer, ideologischer und religiöser Ziele zusammen . Ich möchte diesen Verein in seiner Arbeit unterstützen und mit ihm gemeinsam die Wichtigkeit des Friedens sowie die Gefahren von Atomwaffen wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

 
Die FRIEDENSGLOCKENGESELLSCHAFT BERLIN e.V. unterstützt die Stadt Berlin dabei, die im Volkspark Friedrichshain hängende Friedensglocke als ein Symbol der Erinnerung und Mahnung  an die Opfer der Atombombenabwürfe zu erhalten.  Diesen Bemühungen möchte ich mich gern anschließen. Ich halte es jedoch nicht nur für außerordentlich wichtig, den durch Atomwaffen getöteten, verletzten und bis heute traumatisierten Menschen zu gedenken, ich erachte es für genau so wichtig, in die Zukunft zu schauen und ein vergleichbares Ereignis auf alle Zeit zu verhindern.
Die Partei DIE LINKE und ich fordern daher die weltweite atomare Abrüstung. Hierzu kann es keine Alternative geben, wenn auch unsere Kinder und Kindeskinder noch friedlich und wohlbehalten aufwachsen sollen.


Daher unterstütze ich von ganzem Herzen  den Aufruf der „BürgermeisterInnen für den Frieden“, bis 2020 die Welt von Atomwaffen zu befreien. Gemeinsam richten  wir die Forderung an die Bundesregierung, ein Zeichen zu setzen und den Abzug der amerikanischen Atombomben von deutschem Boden zu fordern.

Um meiner Rolle als Fördermitglied gerecht zu werden, nahm ich am 06.08.2010, zusammen mit über 200 Bürgerinnen und Bürgern an der, von der FRIEDENSGLOCKENGESELLSCHAFT  BERLIN e.V. mit organisierten Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer und Überlebenden der Atombombenabwürfe teil.  Gemeinsam brachten wir an der Friedensglocke unseren festen Willen zum Ausdruck, alles menschenmögliche gegen die Produktion, die Verbreitung und den Einsatz von Atomwaffen zu unternehmen.  Besonders beeindruckt hat mich an diesem Tag Prof. Hideto Sotobayashi, ein Überlebender des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, welcher die Veranstaltung mit bewegenden Worten und dem traditionellen Läuten der Friedensglocke eröffnete.

Harald Koch, MdB


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