Deutscher Bürgerpreis im Gespräch mit Harald Koch (DIE LINKE), Mitglied des Deutschen Bundestages und neuer Partner des Deutschen Bürgerpreises

Herr Koch, wie sind Sie auf den Deutschen Bürgerpreis aufmerksam geworden?

Den Deutschen Bürgerpreis und die Initiative „für mich. für uns. für alle.“ kenne ich schon länger. Ich bin in verschiedensten Bereichen selbst bürgerschaftlich engagiert
und nicht zuletzt deshalb auch Mitglied im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement. Das Konzept der Initiative hat mich überzeugt. Und die tollen Erfahrungen rund um die Bürgerpreisverleihung 2010 haben mich in dieser Entscheidung bestärkt.

Welchen Stellenwert hat bürgerschaftliches Engagement für Sie?

Bürgerschaftliches Engagement ist ein soziales Plus – unverzichtbar für eine vitale Demokratie. Die vielen Facetten bürgerschaftlichen Engagements gilt es zu entwickeln und zu festigen. Dazu zählt auch die Anerkennungskultur, die der Deutsche Bürgerpreis stärkt. Deshalb werbe ich dafür in den Vereinen und Verbänden, in denen ich selbst ehrenamtlich aktiv bin – zum Beispiel im Technischen
Hilfswerk, bei der Arbeiterwohlfahrt oder im Kinderschutzbund.

Wie kann eine stärkere Förderung bürgerschaftlichen Engagements aussehen?


Als wichtige Qualifikation bei Einstellungen im öffentlichen Sektor könnte zum Beispiel bürgerschaftliches Engagement berücksichtigt werden. Auch wäre es gut, mehr über direkte Zuwendungen nachzudenken. Engagementpolitik sollte aber weder auf steuerliche Regelungen noch auf Freiwilligendienste verkürzt werden. Gerade die
herkömmlichen Jugendfreiwilligendienste sind ja ein Erfolgsmodell. Darüber hinaus sollte die Weiterbildung von Engagierten als Bildungsurlaub zählen.










 


 



 

 

 

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